Grundlagenforschung

Forschung

Erkenntnisse über die Struktur der Materie und die grundlegenden Zusammenhänge in der Natur zu gewinnen, gehört zu den wesentlichen Bestandteilen unserer Bildung und Forschung. Dabei nimmt die naturwissenschaftliche Grundlagenforschung eine wichtige Stellung ein, denn sie ist auch Ausgangspunkt für technische Innovationen und für eine auf Nachhaltigkeit orientierte Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft.


Die Förderung der Grundlagenforschung ist in erster Linie Aufgabe der Länder. Einrichtungen und Vorhaben der wissenschaftlichen Forschung mit überregionaler Bedeutung fördern Bund und Länder gemeinsam.

Das bedeutet für die Förderung des BMBF in der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung eine Konzentration auf:

  1. Themen, die
    • großforschungsspezifisch sind,
    • überregionale, internationale oder
    • grundlegende Bedeutung haben;
  2. Großgeräte für die Forschung in
    • Physik und Astrophysik,
    • Biowissenschaften und
    • Materialforschung oder Nanotechnologie.

Der inhaltliche Schwerpunkt der BMBF-Förderung liegt bei der Physik, Astrophysik und Astronomie, sowie auf ausgewählten Forschungsthemen, bei denen besondere Großgeräte benötigt werden. Das sind:

  • Astrophysik,
  • Astroteilchenphysik,
  • Hadronen- und Kernphysik,
  • Struktur und Wechselwirkung fundamentaler Teilchen und
  • Physik der kondensierten Materie.

Eine Übersicht über die in diesen Gebieten erzielten Ergebnisse präsentiert das Internetportal www.weltderphysik.de. Dort werden neben zahlreichen Artikeln zu verschiedenen Themen auch vielfältige Informations- und Recherchemöglichkeiten im Bereich der Physik angeboten.

Die wissenschaftlichen Großgeräte sind ein wesentlicher Bestandteil der wissenschaftlichen Infrastruktur unseres Landes. Ihre Auswahl erfolgt nach einem längeren Begutachtungsprozess u. a. durch den deutschen Wissenschaftsrat, an dem auch auswärtige Experten intensiv beteiligt sind. Durch dieses Vorgehen wurde erreicht, dass die Großgeräte, über die wir verfügen, zur absoluten Spitzenklasse gehören.

Bau und Betrieb der Großgeräte erfolgt in Absprache mit der DFG sowohl durch die Großforschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft als auch durch Institute der Leibniz-Gemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft oder durch internationale Forschungsorganisationen wie CERN, ESRF, ESO und ILL.