Hochschulreform

Bildung

Die Bundesregierung hat mit dem Hochschulrahmengesetz die Möglichkeit eröffnet, die Autonomie der Hochschulen zu stärken. Mit der Einführung der international gleichwertigen Abschlüsse Bachelor und Master wird das Studienangebot den Herausforderungen der Zukunft gerecht. Die neuen Juniorprofessuren stärken die Selbständigkeit von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern an der Hochschule. Und das Verbot von Studiengebühren für das Erststudium schafft Rechtssicherheit für alle Studierenden. Das BMBF wird die Modernisierung der Hochschulen weiter voranbringen.


Die verfassungsmäßigen Zuständigkeiten für den Hochschulbereich sind in Deutschland zwischen Bund und Ländern geteilt; die Verantwortung für den laufenden Betrieb der Hochschulen liegt dabei fast ausschließlich bei den Ländern. Der Bund hat die Kompetenz für die Festlegung der allgemeinen Prinzipien für die Gestaltung des Hochschulwesens, die im Hochschulrahmengesetz des Bundes (HRG) niedergelegt sind. Auf der Basis des HRG erlassen die 16 Länder ihre Hochschulgesetze, in denen weitere Einzelheiten geregelt werden.

Das HRG wurde im August 1998 durch eine umfassende Novelle geändert, die das Ziel hatte, die Hochschulen auf neue Anforderungen durch Globalisierung, Internationalisierung und Wettbewerb einzustellen, ihre Autonomie zu verstärken und ihnen größere Spielräume für eigene Profilbildung einzuräumen. Gleichzeitig wurden die Vorschriften entbürokratisiert und der Umfang der Regelungen deutlich zurückgenommen. Weitere wichtige Novellierungen folgten im Jahre 2002. Hierdurch wurden u. a. die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge in das Regelangebot der Hochschulen überführt. Ebenso wurde mit der neuen Kategorie „Juniorprofessur“ die Personalstruktur der Hochschulen modernisiert und die Position der Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler erheblich gestärkt. Zusätzlich schuf das grundsätzliche Verbot von Studiengebühren eine deutliche Rechtssicherheit für alle Studierenden in Deutschland.

Im Zusammenhang mit internationalen Bestrebungen zur Hochschulreform wie dem Bologna-Prozess sowie durch die bisherigen Novellierungen des HRG und die von Ländern und Bund eingeleiteten Reformmaßnahmen hat sich in den letzten Jahren eine neue Dynamik im deutschen Hochschulbereich entwickelt, stieg die Bereitschaft, sich dem Wettbewerb zu stellen, sich international stärker zu vernetzen und klare Leistungsprofile zu entwickeln.

In Deutschland gibt es (2002/2003) 359 Hochschulen, davon 99 Universitäten und Gesamthochschulen, sechs Pädagogische Hochschulen, 17 Theologische Hochschulen, 50 Kunsthochschulen, 158 Allgemeine Fachhochschulen und 29 Verwaltungsfachhochschulen. Unter den 359 Hochschulen sind 95 nichtstaatliche Hochschulen. 2002 gab es knapp 1.94 Millionen Studierende, davon über 47,3% Frauen. Etwa 70,7% der Studierenden waren an Universitäten, 26,6% an Fachhochschulen eingeschrieben.

Hochschulbau

Der Aus- und Neubau von Hochschulen einschließlich der Hochschulkliniken ist seit 1969 eine Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern und als solche in Art. 91a Abs. 1 Grundgesetz (GG) verankert. Der Bund trägt dabei grundsätzlich die Hälfte der in jedem Land entstehenden Investitionsausgaben eines in den Rahmenplan aufgenommenen Hochschulbauvorhabens.

Zur Ausführung der Gemeinschaftsaufgabe ist 1969 das Hochschulbauförderungsgesetz (HBFG) verabschiedet worden. Danach haben Bund und Länder jedes Jahr gemeinsam einen Rahmenplan für den Hochschulbau zu verabschieden. Das Hochschulbauförderungsgesetz regelt das Verfahren dieser Rahmenplanung und enthält die allgemeinen Grundsätze für die Aufgabenerfüllung.

Fachhochschulen

Das BMBF fördert die angewandte Forschung und Entwicklung an Fachhochschulen durch das BMBF-Programm „Anwendungsorientierte Forschung an Fachhochschulen im Verbund mit der Wirtschaft (FH³)„, den Ausbau und Neubau der Fachhochschulen im Rahmen des Hochschulbauförderungsgesetzes , die Weiterentwicklung der Fachhochschulen u. a. im Rahmen des Hochschul- und Wissenschaftsprogramms (HWP) sowie die Einrichtung der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg und der Abteilung Remagen der Fachhochschule Koblenz als Ausgleichsmaßnahmen für die Verlagerung von Teilen der Bundesregierung nach Berlin.

Strukturfragen der Hochschulmedizin

Das BMBF wirkt im Rahmen seiner Zuständigkeiten darauf hin, dass die Eigenständigkeit medizinischer Forschung und Lehre wissenschaftlich und finanziell gewahrt, ihre Leistungsfähigkeit verbessert und die Investitionsfinanzierung für die universitären Einrichtungen der Krankenversorgung gesichert wird. Hochschulmedizin ist durch die Verbindung medizinischer Forschung und Lehre mit praktischer Krankenversorgung geprägt.


  • Bildung

    Das neue BAföG

    Wie kann ich mein Studium finanzieren? Nach dem Abitur stellen sich viele Jugendliche diese Frage. Eine Antwort darauf ist die Finanzierung durch das BAföG. Die BAföG-Reform brachte mehr Geld für die Studierenden, Verbesserungen bei Freibeträgen und Darlehenshöchstgrenzen. BAföG erleichtert nicht nur die Entscheidung für den Beginn eines Studiums, sondern bietet nun auch verlässliche finanzielle Hilfen beim Studienabschluss.
    [mehr…] (URL: http://www.bmbf.de/de/892.php)

  • Bildung

    Die Reform der Hochschulzulassung durch das 7. HRGÄndG

    Hochschulen in Deutschland sollen künftig aktiver an der Auswahl ihrer Studierenden mitwirken. Mit der Neuregelung des Hochschulzugangs bekommen sie die Verantwortung, die sie seit langem gefordert haben. Die im Juli beschlossene Reform der Hochschulzulassung regelt die Studienplatzvergabe in den bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengängen neu.
    [mehr…] (URL: http://www.bmbf.de/de/2570.php)

  • Bildung

    Rechtssicherheit bei Juniorprofessuren und Befristungen

    Das Bundeskabinett beschloss am 27.10.2004 auf Initiative von Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn einen Gesetzesentwurf zur Änderung dienst- und arbeitsrechtlicher Vorschriften im Hochschulbereich. Geregelt werden die Rechtsgrundlagen für den Fortbestand der Juniorprofessur, Rechtsunsicherheiten bei Befristungsmöglichkeiten in der Qualifikationsphase wissenschaftlichen Personals werden beseitigt. Die Bundesregierung reagierte damit auf das Urteil des BVerfG vom 27.07.2004, das die Reichweite der Gesetzgebungsbefugnisse des Bundes im Hochschulbereich konkretisierte.
    [mehr…] (URL: http://www.bmbf.de/de/757.php)

  • Bildung

    Der Bologna-Prozess

    Studierende und Forscher sind mobiler, flexibler und internationaler als je zuvor. Wissen kennt keine Landesgrenzen. Internationalisierung ist ein Reformschrittmacher für die Entwicklung und Modernisierung des Hochschulwesens. Die Hochschulen müssen sich im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe bewähren. Gemeinsam mit seinen europäischen Nachbarn hat sich Deutschland daher 1999 in Bologna das Ziel gesetzt, bis zum Jahre 2010 einen gemeinsamen europäischen Hochschulraum zu schaffen. Der Bologna-Prozess ist die wohl tiefgreifendste Hochschulreform der letzten Jahre.
    [mehr…] (URL: http://www.bmbf.de/de/3336.php)

  • Innovation

    eQualification

    Computer und Internet werden zu Alltagsinstrumenten in unserem Bildungssystem. Das gilt gleichermaßen in Schulen, in der beruflichen Aus- und Weiterbildung und an den Hochschulen. Beim Einsatz der Neuen Medien in der Bildung ist das Ende der Pionierphase erreicht. Wir stehen nun am Anfang einer neuen Normalität des Medieneinsatzes in der Bildung. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Förderung des BMBF.
    [mehr…] (URL: http://www.bmbf.de/de/equalification.php)

  • Bildung

    Forschung an Fachhochschulen

    Das BMBF fördert – auch gemeinsam mit den Ländern – Modellversuche, Fernstudienprojekte, Qualifizierungsverbünde und im Rahmen des FH3-Programms anwendungsorientierte Forschung der Fachhochschulen im Verbund mit der Wirtschaft.
    [mehr…] (URL: http://www.bmbf.de/de/864.php)