Informationsgesellschaft

Innovation

Die Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnik war Antrieb für die wesentlichen Neuerungen in Produktion und Dienstleistung der letzten Jahre. Die Weiterentwicklung der Technologie ist entscheidend, um auch in Zukunft international konkurrenzfähige Produkte und Dienstleistungen anbieten zu können. Die Förderung hat unser Land auch in diesem Zukunftstechnologiesektor wieder konkurrenzfähig gemacht und dafür gesorgt, dass viele neue Arbeitsplätze geschaffen wurden. Ein Beispiel dafür ist die neue Chipfabrik in Dresden.


Mehr als die Hälfte der Industrieproduktion und über 80% der Exporte Deutschlands hängen heute vom Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnik (IuK-Technik) und elektronischer Systeme ab. Sie bilden die Grundlagen der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit jeder Industrienation. Sie wirken zusammen mit der Produktionstechnologie, Material- und Werkstofftechnologie, den optischen Technologien und der Mikrosystemtechnik. Für den Maschinen- und Anlagenbau liefern IuK-Technologien Steuerungen, Test- und Prüfeinrichtungen, in der Chemischen Industrie regeln sie Verfahrensabläufe, in Kraftfahrzeugen bestimmen sie mittlerweile alle wichtigen Funktionen – Antrieb, Kommunikation, Komfort, Sicherheit. Der Elektronikanteil an den Herstellungskosten eines Autos wird in absehbarer Zeit auf über 30% steigen. IuK-Technologien sind die Schlüsseltechnologien für Innovationen.

Die Computer-, Internet- und Telekommunikationsbranchen haben hat in den letzten drei Jahrzehnten ein enormes Wachstum erzielt. In der zweiten Hälfte der 90er Jahre trugen IuK-Investitionen 18% zum allgemeinen Wirtschaftswachstum bei. Die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der IuK-Technik geht aber weit über die der IuK-Branche hinaus. IuK-Technologien stoßen Innovationen an, erzeugen damit Wachstum und schaffen schließlich zukunftssichere neue Arbeitsplätze.

Deutschlands IuK-Kompetenz

Deutschland verfügt über eine hervorragende Forschungslandschaft auch für die IuK-Technologie. Das MP3-Format für Musikdaten wurde in Deutschland bei der Fraunhofer-Gesellschaft entwickelt. Alle großen Hersteller unterhalten Forschungslabors. Mittlerweile arbeiten ca. 800.000 Beschäftigte allein in der IuK-Branche. Das BMBF stellt die Weichen, damit Deutschland seine führende Rolle als High-Tech-Standort weiter ausbauen kann und aktiv die Informationsgesellschaft Europa gestaltet.

Beispiel für die positive Entwicklung der letzten Jahre ist das Richtfest der Chip-Fabrik des Elektronikkonzerns „Advanced Micro Devices“, AMD, im Mai 2004 und die Aufnahme der Produktion von 300-mm-Wafern in Freiberg im Juni des Jahres. Dresden hat sich weltweit gegen andere Städte durchgesetzt. In der Region arbeiten die Fachleute für den heute weltweit akzeptierten 300mm Silizium-Waferstandard für die Herstellung von Computerchips, der durch die Förderung des BMBF geschaffen wurde. Dadurch sind in der Region bislang rund 11.000 neue Arbeitsplätze sowie 5.000 weitere im übrigen Bundesgebiet geschaffen worden. Dresden hat sich in den letzten Jahren durch staatliche Investitionen zum bedeutendsten Standort für Mikro- und Nanoelektronik in Europa entwickelt. Dies ist ein Beispiel dafür, dass Deutschland international konkurrenzfähig ist, wenn durch die Politik die richtigen Weichen gestellt werden.

Informations- und Kommunikationstechnologien schaffen Jobs

Ziel der IuK-Förderung der Bundesregierung ist die Schaffung neuer Arbeitsplätze sowohl in den Kernbranchen als auch in den Anwenderbranchen der IuK-Technologie wie im Automobilbau, dem Maschinenbau oder der Logistik. Die Konvergenz der Netze – das Zusammenwachsen von Fest- und Mobilnetzen in der Telekommunikation mit Computer und Internet – bietet die Chance, die in Deutschland vorhandenen Stärken im Bereich der klassischen Kommunikationsnetze mit neuen Entwicklungen in den Informationstechnologien zu verbinden, um die nächste Generation der Netze mit deutschen Produkten und Standards mitzugestalten.


  • Innovation

    Mobiles Internet

    Das Internet per Handy soll mehr leisten als E-Mails oder kleine Bilddateien zu übertragen. Dafür müssen Techniken für mobile Kommunikation mit sehr hohem Datenvolumen entwickelt werden. Das ist Ziel des Innovationsschwerpunkts „Mobiles Internet“. Mobiles Telefonieren wird um Bildkommunikation, Videokommunikation und die Nutzung geografischer Daten ergänzt. Deutschland verfügt über Kompetenzen zur Systemführerschaft bei neuen Mobilfunksystemen, fast alle führenden Firmen haben Forschungseinrichtungen und teilweise auch Produktionskapazitäten angesiedelt. Diese Stärken gilt es zu nutzen.
    [mehr…] (URL: http://www.bmbf.de/de/mobilesinternet.php)

  • Forschung

    IT-Sicherheit

    Unbefugtes Mitlesen beim Online-Banking? Computerviren auf der Intensivstation? Das darf nicht sein. Die Sicherheit von Computern und Internet ist für das BMBF ein wichtiger Förderschwerpunkt, denn Softwaresysteme sind heute integraler Bestandteil einer Vielzahl technischer Anlagen und Geräte, an deren Sicherheit und Zuverlässigkeit höchste Anforderungen gestellt werden. Für Sicherheit und Zuverlässigkeit von IT-Systemen müssen Methoden und Werkzeuge und die zugehörigen Entwicklungsumgebungen weiterentwickelt und erprobt werden.
    [mehr…] (URL: http://www.bmbf.de/de/73.php)

  • Forschung

    Interfaces – Mensch-Maschine-Kommunikation

    Mit manchen Computern macht es Spaß zu arbeiten, mit anderen weniger. Roboter werden in Produktionsstätten nicht länger in abgetrennten Bereichen arbeiten, sondern zusammen mit ihren menschlichen Kollegen. Für die Kooperation zwischen Mensch und Computern bedeutet das erheblichen Forschungs- und Entwicklungsbedarf. Die Erforschung aller Möglichkeiten, Computer auf einfache Weise zu bedienen und die Gestaltung von funktionalen und intelligenten IT-Werkzeugen ist das Arbeitsgebiet der Mensch-Maschine-Kommunikation.
    [mehr…] (URL: http://www.bmbf.de/de/476.php)

IuK-Technologien in der Bildung verankern

Wir stehen vor dem Übergang von der Informations- in die Wissensgesellschaft; in der Wissen und Kompetenz zum Produktionsfaktor werden und Wissenszuwachs zum Produktivitätsvorsprung. Hierfür gilt es, Potenzial der IuK-Technologien zu nutzen, um neue Methoden und Strukturen in der Bildung zu entwickeln und zu verankern. Vordringliche Schwerpunkte der Förderung sind:


  • Innovation

    eScience

    Internet und World Wide Web (WWW) wurden von der Wissenschaft für die Wissenschaft entwickelt. Sie sind unverzichtbar für den Zugang zum weltweiten Wissen und für die Zusammenarbeit von Forscherinnen und Forschern. Das hervorragende Gigabit-Internet des Deutschen Forschungsnetzes bildet aber erst den Anfang einer Entwicklung, in der Netze und Anwendungen zu neuartigen Arbeitsumgebungen verschmelzen – GRID-Computing heißt das Schlüsselwort der Internetzukunft. Die Entwicklung dieser Zukunftstechnik muss jetzt begonnen werden.
    [mehr…] (URL: http://www.bmbf.de/de/298.php)

  • Innovation

    eQualification

    Computer und Internet werden zu Alltagsinstrumenten in unserem Bildungssystem. Das gilt gleichermaßen in Schulen, in der beruflichen Aus- und Weiterbildung und an den Hochschulen. Beim Einsatz der Neuen Medien in der Bildung ist das Ende der Pionierphase erreicht. Wir stehen nun am Anfang einer neuen Normalität des Medieneinsatzes in der Bildung. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Förderung des BMBF.
    [mehr…] (URL: http://www.bmbf.de/de/equalification.php)