Sicherheit im Straßenverkehr

Forschung

Autofahrer haben nicht immer den „siebenten Sinn“. Unaufmerksamkeit, Alkohol, technisches Versagen – die Unfallursachen sind zahlreich, die Unfallfolgen sind nicht selten verheerend. Erfreulicherweise hat die Zahl der Verkehrstoten seit 1992 kontinuierlich abgenommen, ist mit ca. 7.000 Toten pro Jahr aber immer noch viel zu hoch. Nachdem die Zahl der durch Unfälle Verletzten zunächst gesunken ist, steigt sie derzeit trotz vieler Maßnahmen zur passiven Sicherheit wieder leicht an. Die Verbesserung der aktiven und passiven Sicherheit der Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer ist daher weiterhin eine wichtige Aufgabe der Verkehrsforschung.


Dass es auf deutschen Straßen weniger Verkehrstote und Schwerverletzte gibt, ist den ständig weiter verbesserten Sicherheitsvorkehrungen an den Fahrzeugen zu verdanken. Die Möglichkeiten, ein Fahrzeug noch sicherer zu machen, sind aber noch lange nicht ausgeschöpft. Moderne Fahrerassistenzsysteme werden Fahrerin und Fahrer künftig vorausschauend beim Ab- und Einbiegen, auf Kreuzungen und beim Ausweichen unterstützen, indem sie über Gegenverkehr, Fußgänger und Hindernisse informieren. Die Systeme können im Notfall auf Antrieb, Bremse und Lenkung einwirken.
Das BMBF investiert weiter in die Sicherheitsforschung. Insbesondere das mit insgesamt rund 15 Mio. € geförderte Verbundprojekt „Invent-Fahrerassistenzsysteme – Aktive Sicherheit“, an dem fast alle in Deutschland tätigen Automobilfirmen beteiligt sind, soll entscheidende Fortschritte bringen.
Das Forschungsprojekt will die Fahrsicherheit und den Fahrkomfort stärken, unter anderem durch Innovationen in den Bereichen:

  • Fahrzeug-Fahrzeug-Kommunikation (Fahrzeuge warnen sich gegenseitig vor Gefahren),
  • Stauassistent (Stop-and-go automatisch) und
  • automatische Fahrumgebungserfassung zum Beispiel beim Spurwechsel („Fahrzeug sieht durch Sensoren mit“).