Forschungsnahe Qualifizierung

Forschung in besonders dynamischen Gebieten zieht oft nicht rasch genug einschlägig qualifizierte Personen nach. Das Bildungssystem hinkt notgedrungen hinter Forschung und Entwicklung hinterher, da Ausbildungsanforderungen für neue Bereiche erst mit Zeitverzögerungen definiert und kodifiziert werden (z.B. Studienordnungen). Dies gilt entsprechend auch für innovative Bereiche, die bereits wirtschaftlich genutzt werden, aber wegen ihrer dynamischen Entwicklung einen besonders großen Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern haben.  Der Mangel an qualifiziertem Personal führt oft dazu, dass Chancen für die wirtschaftliche Verwertung innovativer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen nicht früh genug wahrgenommen und Möglichkeiten zur Schaffung neuer Arbeitsplätze nicht erschlossen werden können.

Wie werden Qualifizierungsverbünde unterstützt?

Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen gehen flexible, nicht notwendig auf lange Dauer eingerichtete Qualifizierungsverbünde ein. Hierbei bringen die Hochschulen die Lehrangebote für die Grundlagenausbildung und die für eine hinreichend breite berufliche Einsetzbarkeit erforderlichen Studienschwerpunkte ein. So werden forschungsnah qualifizierte Absolventen ausgebildet.

Auch für andere wirtschaftlich relevante Bereiche mit besonderen Leistungsanforderungen können praxisnahe Qualifizierungsverbünde von Vorteil sein. Beispiele für solche geförderten Qualifizierungsverbünde existieren z.B. mit Laser- und Optotechnologien in Jena oder im Gebiet Photonics in Berlin.

Bund und Länder finanzieren diese Qualifizierungsverbünde gemeinsam.