Nanotechnologie – eine Zukunftstechnologie mit Visionen

Nanotechnologie gilt zunehmend als Zukunftstechnologie schlechthin. Statt „immer höher, immer weiter“ lautet ihr Motto „immer kleiner, immer schneller“. Die Nanotechnologie erschließt uns die Welt der allerkleinsten Dinge. Ein Nanometer ist der millionstel Teil eines Millimeters. Der Durchmesser eines menschlichen Haares ist fünfzigtausend mal größer. Die Anwendungsmöglichkeiten dieser Technologie sind immens. Die künftigen Fortschritte der Nanotechnologie entscheiden mit über die weitere Entwicklung zukunftsträchtiger Branchen. Das Bundesforschungsministerium hat hierzu eine Gesamtstrategie vorgestellt.


Nanotechnologie beschäftigt sich mit der Forschung und Konstruktion in sehr kleinen Strukturen: ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Nano (griech: Zwerg) umfasst Forschungsgebiete aus der belebten und unbelebten Natur. Anwendungen entstehen in der Energietechnik – Brennstoff- und Solarzellen -, in der Umwelttechnik – Materialkreisläufe und Entsorgung – oder in der Informationstechnik – neue Speicher und Prozessoren – aber auch im Gesundheitsbereich. Nanotechnologie ist ein Oberbegriff für unterschiedlichste Arten der Analyse und Bearbeitung von Materialien, denen eines gemeinsam ist: Ihre Größendimension beträgt ein bis einhundert Nanometer (ein Nanometer ist ein millionstel Millimeter). Die Nanotechnologie nutzt die besonderen Eigenschaften, die für viele Nanostrukturen charakteristisch sind. Die mechanischen, optischen, magnetischen, elektrischen und chemischen Eigenschaften dieser kleinsten Strukturen hängen nicht allein von der Art des Ausgangsmaterials ab, sondern in besonderer Weise von ihrer Größe und Gestalt. Voraussetzung für die Nanotechnologie ist die Entdeckung der Arbeitsmöglichkeiten mit einzelnen Bausteinen der Materie sowie das damit zunehmende Verständnis der Selbstorganisation dieser Bausteine.

Die Nanotechnologie erarbeitet die Grundlagen für immer kleinere Datenspeicher mit immer größerer Speicherkapazität für hochwirksame Filter zur Abwasseraufbereitung, für photovoltaische Fenster, für Werkstoffe, aus denen sich in der Automobilindustrie ultraleichte Motoren und Karosserieteile fertigen lassen, oder für künstliche Gelenke, die durch organische Nanooberflächen für den menschlichen Körper verträglicher sind.

Ausgangslage

Die industrielle Eroberung der Nanometer-Dimension hat bereits eingesetzt. Ähnlich wie in der Informationstechnik geht die Erforschung der physikalischen Grundlagen und die Entwicklung und Markteinführung erster Produkte Hand in Hand. In der Elektronik gehört die nanoskalige Strukturierung bei der Chipherstellung oder bei der Entwicklung neuer Festplatten für Computer schon heute zum Handwerk. Aber auch für viele andere in Deutschland wichtige Industriebranchen wie Chemie, Pharma, Automobilbau, Informationstechnik oder Optik hängt die künftige Wettbewerbsfähigkeit ihrer Produkte von der Erschließung des Nanokosmos ab. Die künftigen Fortschritte der Nanotechnologie sind entscheidend für die weitere Entwicklung dieser Industriesektoren.

Durch Forschungsförderung zur Spitzenposition

Durch die Forschungspolitik der EU und des BMBF nimmt heute nicht nur die Forschung in der Nanowissenschaft international einen der vordersten Plätze ein. Auch die auf Nanotechnologie-Produkte ausgerichteten Firmen haben an Anzahl und Renommee deutlich zugelegt. Grob geschätzt besitzen die USA und Europa etwa gleich viele Unternehmen mit Bezug zur Nanotechnologie. Etwa die Hälfte der in Europa ansässigen Firmen stammt aus Deutschland.

Seit 1998 wurden die Mittel für die Projektförderung in der Nanotechnologie vervierfacht. Auf dem Gebiet der Nanotechnologie ist die Bundesrepublik dadurch die Nummer 1 in Europa.

Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete die konsequente Förderpolitik. Die EU gibt derzeit rund 740 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln für die Nanotechnologie aus. Das ist fast genauso viel wie die USA. Mit rund 290 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln steht Deutschland dabei in Europa an der Spitze. Das BMBF hat Projekte zur Nanotechnologie seit Anfang der 90er Jahre gefördert. Seit 1998 wurden allein die im Rahmen der Projektförderung des BMBF bereitgestellten Fördermittel für Nanotechnologie vervierfacht. Als unterstützende Infrastruktur wurden parallel dazu Kompetenzzentren aufgebaut. Die Anstrengungen des BMBF für die Nanotechnologie sollen nochmals deutlich gesteigert werden, damit wir unsere Chancen schneller und nachhaltiger nutzen können als die Konkurrenz.

Aus dieser guten Position heraus kommt es darauf an, die Weichen für die künftige Entwicklung richtig zu stellen und vor allem die Anwendungspotenziale für den Wirtschaftsstandort Deutschland zu erschliessen. Die Innovationsinitiative „Nanotechnologie erobert Märkte“ zielt darauf ab, die in den einzelnen Fachgebieten geförderten Aspekte der Nanotechnologie zu einer nationalen Gesamtstrategie zu bündeln.

Ziele

In vielen Teilbereichen der Nanotechnologie besitzt Deutschland noch einen Wissensvorsprung. Zusammen mit den für die Umsetzung notwendigen Produktions- und Vertriebsstrukturen und der international anerkannten deutschen Fähigkeit zur Systemintegration muss dieser konsequent zum Markterfolg geführt werden. Im Jahr 2002 fand eine strategische Neuausrichtung mit dem Ziel statt, den Vorsprung Deutschlands in der Nanotechnologie weiter auszubauen, um die Position unseres Landes als „Exportweltmeister“ durch Entwicklung, Produktion und Anwendung von Nanoprodukten zukunftssicher zu machen.

Im Jahr 2002 wurde die Förderung in der Nanotechnologie neu ausgerichtet. Die Förderung soll nun auf solche Technologieentwicklungen und Prozesse fokussiert werden, die eine besondere volkswirtschaftliche Hebelwirkung entfalten, also im Einzelnen:

  • zukunftssichere Arbeitsplätze schaffen,
  • die Technologieführerschaften erhalten bzw. ausbauen,
  • Dienstleistungsangebote integrieren und
  • die deutsche Unternehmen als „Systemführer“ auf dem globalen Markt unterstützen.

Um die Anwendungspotenziale der Nanotechnologie für die am Standort Deutschland wichtigen Industriebranchen zu erschliessen, soll durch Leitinnovationen entlang der Wertschöpfungsketten mit großem volkswirtschaftlichem Potenzial eine besondere Hebelwirkung für Wachstum und Beschäftigung erzielt werden.

Dabei geht es um die Automobilbranche, die Optische Industrie, Pharma und Medizintechnik sowie die Elektronik. Gezielt wollen wir auch bei der Nanotechnologie kleine und mittlere Unternehmen unterstützen.

Zur Erschließung der Markt- und Beschäftigungspotenziale im Bereich der Nanotechnologie wird der Startschuss für die Förderung von zunächst vier Leitinnovationen gegeben.


  • Innovation

    NanoMobil

    Kompetenz in Sachen Nanotechnologie gehört im Automobilbau der Zukunft zu den Kernkompetenzen, die zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit unbedingt erforderlich sind. Mit der Leitinnovation NanoMobil sollen nanotechnologische Effekte für mehr Umweltverträglichkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit im Automobilbereich nutzbar gemacht werden.
    [mehr…] (URL: http://www.bmbf.de/de/1846.php)

  • Innovation

    NanoFab – neue Wege in der Nanoelektronik

    Forschungsförderung schafft Arbeitsplätze. Das zeigt die geplante Gründung eines neuen Forschungszenrums für Nanoelektronische Technologien (CNT) sowie die Aufnahme der Produktion von 300-mm-Wafern für die Chipherstellung in Freiberg am 22. Juni 2004 und das Richtfest der AMD-Chipfabrik für moderne Athlon-Prozessoren im Mai 2004. Dresden ist heute dank staatlicher Fördermittel Europas bedeutendster Standort für Mikro- und Nanoelektronik: Die Förderung dieser Technologien hat allein in der Region Dresden bereits 20.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. NanoFab erforscht nun neue Wege zur Fabrikation von Nanoelektronik.
    [mehr…] (URL: http://www.bmbf.de/de/684.php)
  • Leuchtdioden
    Forschung

    NanoLux – mehr Licht mit weniger Energie

    Allein die Beleuchtung macht heute ca. 8% am gesamten Energieverbrauch in Deutschland aus. Der Bedarf nach künstlichen Lichtquellen nimmt noch zu. Das macht die Entwicklung energiesparender Beleuchtungen besonders wichtig.
    [mehr…] (URL: http://www.bmbf.de/de/338.php)

  • Forschung

    Nanobiotechnologie

    Neben der Biotechnologie gehört die Nanotechnologie zu den zukunftsträchtigsten Technologien des 21. Jahrhunderts. In dem interdisziplinären Bereich etabliert sich – getragen von einem dynamischen Innovationsschub – die Nanobiotechnologie. Sie schlägt die Brücke zwischen der unbelebten und belebten Natur und zielt darauf ab, biologische Funktionseinheiten in grundlegender Hinsicht zu verstehen sowie winzig kleine Bausteine im „Nano-Maßstab“ mit technischen Materialien kontrolliert zu erzeugen.
    [mehr…] (URL: http://www.bmbf.de/de/1155.php)

Mobiles Internet

Das Internet per Handy soll mehr leisten als E-Mails oder kleine Bilddateien zu übertragen. Dafür müssen Techniken für mobile Kommunikation mit sehr hohem Datenvolumen entwickelt werden. Das ist Ziel des Innovationsschwerpunkts „Mobiles Internet“. Mobiles Telefonieren wird um Bildkommunikation, Videokommunikation und die Nutzung geografischer Daten ergänzt. Deutschland verfügt über Kompetenzen zur Systemführerschaft bei neuen Mobilfunksystemen, fast alle führenden Firmen haben Forschungseinrichtungen und teilweise auch Produktionskapazitäten angesiedelt. Diese Stärken gilt es zu nutzen.


Das „Mobile Internet“ ist der nächste logische Schritt in der Entwicklung der Kommunikationstechnologie. Festnetz und Mobiltelefone arbeiten digital. Für die Datenübertragung sind aber immer noch wachsende Bandbreiten erforderlich. Der nächste Schritt in die Zukunft ist die Entwicklung von Kommunikationsnetzen, die eine breitbandige mobile Datenkommunikation von Video und Audio ermöglichen: das „Mobile Internet„.

Telekommunikationstechnologie aus Europa hat in den letzten Jahren zu einer der größten Innovationsschübe in der geschäftlichen und privaten Kommunikation geführt. Sie hat auch die Organisation von Arbeit verändert. Zugleich ist sie ein echter Exportschlager. Europa ist heute der weltweit größte Markt für Mobilkommunikation und Deutschland hat den größten Anteil davon. Die Exportchancen für die Zukunft werden auch in Asien und insbesondere in China liegen. Daher gilt es die Stärke, die Deutschland und Europa auf dem Gebiet der mobilen Kommunikation erreicht haben, weiter auszubauen und für das „Mobile Internet“ zu nutzen. Eine wichtige Grundlage ist die ausgezeichnete Forschungs- und Innovationslandschaft in Deutschland auf dem Gebiet der Telekommunikation.

Ziele

Der Schwerpunkt „Mobiles Internet“ zielt auf die Förderung von Forschung und Entwicklung für Technologien und Anwendungen, die das heutige Mobiltelefon zum Mobilen Internet weiterentwickeln. Dabei wird die Sprachübertragung durch Dienste ergänzt, die zum Beispiel Bildkommunikation, Videokommunikation und geografische Informationen nutzen. Das „Mobile Internet“ dient dazu, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen informationstechnischen Industrie auch für die Zukunft zu sichern.

Maßnahmen

Zum „Mobilen Internet“ wurden bereits eine Reihe von Projekten begonnen, die folgende Ziele verfolgen:

  1. Einen Standard für ein Gigbit- WLAN entwickeln.
  2. Das UMTS System durch eine breitbandige Download- Schnittstelle aufrüsten.
  3. Basisstationen mit geringem Energieverbrauch,
  4. Stromsparende Mobilfunkgeräte und
  5. Chips für mobile Endgeräte der nächsten Generation, inclusive Ortung entwickeln.
  6. Preisgünstige Vernetzung der Haus- Elektronik.
  7. Einen Standard für  ein drahtloses Datennetz im Automobil entwerfen.
  8. Ein mobiles Wissenschaftsnetz und
  9. Plattformen für neue Dienste und Anwendungen schaffen.

Die bisher begonnenen Projekte haben ein Fördervolumen von etwa 60 Mio. € in der ersten Stufe. Projektpartner sind die führenden Mobilfunkausrüster, Anwendungsunternehmen sowie die Fraunhofer-Gesellschaft, Universitäten und die Leibntz Gemeinschaft. Erste Ergebnisse werden in der zweiten Hälfte des Jahres 2004 im Rahmen eines Kongresses vorgestellt.

eQualification

Innovation

Computer und Internet werden zu Alltagsinstrumenten in unserem Bildungssystem. Das gilt gleichermaßen in Schulen, in der beruflichen Aus- und Weiterbildung und an den Hochschulen. Beim Einsatz der Neuen Medien in der Bildung ist das Ende der Pionierphase erreicht. Wir stehen nun am Anfang einer neuen Normalität des Medieneinsatzes in der Bildung. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Förderung des BMBF.


Die Modernisierung des Bildungssystems hat für die Bundesregierung entscheidende Bedeutung. Der Einsatz von Computer und Internet in Bildungseinrichtungen hat in den letzten vier Jahren vielfach als Motor für Reformen gewirkt. Sie sind geeignete Mittel zur Entwicklung und breiten Nutzung neuer Lehr- und Lernformen, die den Erfordernissen der Zukunft gerecht werden. Damit lassen sich in besonderem Maße wichtige pädagogische Ziele wie eigenverantwortliches, selbstbestimmtes Lernen und kommunikative Fähigkeiten fördern.

Mit dem Förderprogramm „Neue Medien in der Bildung“ hat das BMBF den Reformprozess im Bildungswesen vorangetrieben. Ziel ist der Transfer bisheriger Projektergebnisse.

Schule

In den Schulen wurden in den letzten vier Jahren im Rahmen von Schulprojekten Arbeitsformen zum Computereinsatz erprobt, die bei einer umfassenden Bildungsreform heute für alle Schulen angestrebt werden: die Abkehr vom 45-Minuten-Rhythmus, ein fächerübergreifender Unterricht, die Verbindung von Unterricht am Vormittag und Lernen am Nachmittag und die Förderung des selbst organisierten Lernens. Auch qualitativ zeigte der Einsatz von Computern in Bildungseinrichtungen positive Effekte. Untersuchungen im Gefolge der PISA-Studie zeigen, dass Schülerinnen und Schüler, die Neue Medien intensiv nutzen, auch über gute bis sehr gute Lesekompetenz verfügen.

Ziel des BMBF ist der Übergang vom Schulbuch zum multimedialen Lehrangebot für den Unterrichtsalltag in allen Fächern und Stufen. Gefördert werden dazu Projekte von Medienanbietern – also Verlagen, aber auch von Museen, Bildungsträgern oder Forschungseinrichtungen. Hinzu kommt der „Lehrer Online“-Dienst des Vereins Schulen ans Netz, bei dem ein breiter Erfahrungsaustausch über methodische und praktische Fragen des Medieneinsatzes im Mittelpunkt steht.

Berufliche Bildung

Im Bereich der beruflichen Bildung soll die Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verbessert werden durch eine bedarfsgerechte berufliche Aus- und Weiterbildung mit Computer und Internet. Dadurch lassen sich zugleich Arbeit und Qualifizierung leichter miteinander verbinden. Die ebenfalls möglichen effizienteren und auch kostengünstigeren Formen der berufsbegleitenden Qualifizierung sollen konsequent erschlossen und in der Breite eingesetzt werden. Dazu soll modular aufgebaute Bildungssoftware in die berufsbezogene Aus- und Weiterbildung allgemein integriert werden.

In Abstimmung mit den Sozialpartnern werden Bereiche identifiziert, die sich für eine medienbasierte Aus- und Weiterbildung eignen und die für eine positive Beschäftigungsentwicklung von besonderer Bedeutung sind.

Hochschule

Im Bereich Hochschule ist es das Ziel der Bundesregierung, die Neuen Medien und ihre Anwendungsmöglichkeiten für die Ausbildung an den Hoch- und Fachhochschulen fest zu verankern. Dazu werden als Schwerpunkte die Entwicklung von Inhalten und die von Gesamtstrategien für Hochschulen bei der Mediennutzung gefördert.

Gefördert werden im ersten Schwerpunkt „Medieninhalte“ gegenwärtig 100 Verbundprojekte an Hochschulen. Sie umfassen die Entwicklung, Erprobung und die Umsetzung innovativer, multimedialer Lehr- und Lernformen in den Normalbetrieb der Hochschule. Damit und mit der Entwicklung neuer Lehr- und Lernformen sollen zugleich die Qualität der Lehre verbessert, eine bessere Organisation des Studiums und eine kürzere Studiendauer erreicht werden.

Im zweiten Schwerpunkt „Notebook-University“ werden Vorhaben zur Entwicklung und Einführung einer innovativen Gesamtkonzeption für die Integration von mobilem Lernen überall auf dem Campus in den Regelbetrieb der Hochschule gefördert.

Als Vorhaben zur Unterstützung des eLearing im Alltag einer Hochschule fördert das BMBF das Leitprojekt „Virtuelle Fachhochschule (VFH)“.

Das BMBF auf der CEBIT 2004

Innovation

Das BMBF präsentierte auf seinem CeBIT-Stand eine Reihe von Projekten, die anschaulich machen, was in der Informationstechnik geforscht und vom BMBF gefördert wird.


 


Auf ihrem Messerundgang testete Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn auch eine neue Laser-Tastatur für Multimedia-Handys. Die Tastatur wird von einem Laserstrahl auf eine Arbeitsplatte projiziert und erlaubt überall ein einfaches Eingeben von Texten.

 

Auf der  diesjährigen CeBIT stellte das Bundesministerium für Bildung und Forschung auf seinem Messestand Technik von morgen in der virtuellen Realität von heute vor. Hier können Sie sich einen Einblick über die verschiedenen Projekte, die auf den Messestand präsentiert wurden, verschaffen.

Unsere Exponate:


  • Innovation

    BRAIN-COMPUTER INTERFACE (BCI)

    Mit der Kraft der Gedanken wollen Berliner Wissenschaftler künftig Computer bedienen und Prothesen steuern. Dazu messen sie die menschlichen Gehirnströme. Das Brain-Computer Interface (BCI) übersetzt diese hirnelektrischen Signale in technische Steuerungssignale.
    [mehr…] (URL: http://www.bmbf.de/de/1913.php)

  • Innovation

    FLAME 2008 – eine Plattform für Olympia

    Hinter dem Projekt verbirgt sich eine Plattform, die zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking verschiedenste Webdienste integrieren wird. Damit ermöglicht sie den internationalen Besuchern der Olympischen Spiele eine Informationsunterstützung in bisher unbekannter Dimension. Neben allen wichtigen Einzelheiten zu den sportlichen Höhepunkten wird sie auch rund um die Veranstaltungsorte immer ein hilfreicher Begleiter sein. Sie kann zum Beispiel beim Entziffern der chinesischen Schriftzeichen auf der Speisekarte helfen oder den Weg vom Stadion zur nächsten U-Bahn-Haltestelle zeigen.
    [mehr…] (URL: http://www.bmbf.de/de/1918.php)

  • Innovation

    Auf Zeitreise mit virtuellen Fremdenführern

    Mit Geistern Kontakt aufnehmen zu können, diesen Wunsch hegt so mancher Besucher im Verlies einer mittelalterlichen Burg, vor den Ruinen einer römischen Garnisonsanlage oder auf einem historischen Stadtplatz. Welch interessante Geschichten könnten diese Zeugen längst vergangener Epochen erzählen – über ihre Könige und Kaufleute oder die Schrecken des Krieges, insbesondere aber über ihr persönliches Schicksal in dieser Zeit. Wenn sie sich nur zeigen und mit den Menschen von heute reden würden!
    [mehr…] (URL: http://www.bmbf.de/de/1928.php)

  • Innovation

    Haptic-IO

    Haptic-IO ist ein Trainings- und Ausbildungssystem für die minimal invasive Chirurgie. Im Projekt wurden Eingabegeräte entwickelt, die durch haptische Sinneseindrücke und den Einsatz von Techniken der Virtuellen Realität einen lebensnahen Eindruck vermittelt. Neben der Simulation von Weichgewebe stehen dem Trainierenden alle grundlegenden chirurgischen Interaktionen zur Verfügung, mit denen virtuelle Operationen durchgeführt werden können. Ein solcher Simulator ist das am Institut für Angewandte Informatik des Forschungszentrums Karlsruhe in Kooperation mit der Fa. Select IT entwickelte VSOne.
    [mehr…] (URL: http://www.bmbf.de/de/1933.php)

  • Innovation

    HEyeWall – Perfekte Bilder für neue Geschäftsideen

    Designer und Ingenieure konstruieren Fahrzeuge bis ins Detail am Computer, interdisziplinäre Teams entwerfen Anlagen, Gebäude und ganze Stadtteile als dreidimensionale begehbare Modelle, und Hochleistungsrechner ermöglichen immer aufwändigere Simulationen. Doch bisher existierten keine großformatigen Displays oder Präsentations-Systeme, um diese hochkomplexen dreidimensionalen Objekte und Räume oder Informationen in sehr hoher Auflösung zu visualisieren und damit bis ins kleinste Detail wiederzugeben.
    [mehr…] (URL: http://www.bmbf.de/de/1926.php)

  • Innovation

    Immersive Meeting Point (im.point)

    im.point ist der Prototyp einer immersiven 3D-Videokonferenz die vom Heinrich-Hertz-Institut entwickelt wurde. Die lokale Arbeitsumgebung wird auf dem Bildschirm nahtlos und perspektivisch richtig in eine virtuellen Konferenzszene mit mehreren Teilnehmern überführt, wodurch der Eindruck einer realen Konferenzsituation entsteht. Den Videokonferenzteilnehmern wird es hiermit erstmals ermöglicht, sich in einem virtuellen Konferenzraum zu treffen, ohne einen Unterschied zur realen Konferenzsituation zu empfinden. Dies wird den Komfort und die Akzeptanz zukünftiger Videokonferenzsysteme wesentlich verbessern.
    [mehr…] (URL: http://www.bmbf.de/de/1923.php)

  • Innovation

    Virtual Try-On

    Virtual Try-On ermöglicht dem Kunden mit Hilfe seines digitalen Zwillings alle Stationen des Kleiderkaufs d.h. Auswahl, Anprobe und anschließende Bestellung vollständig virtuell abzuwickeln. Dazu wurde eine neuartige Vitual-Reality-Technologie entwickelt, die Maßkonfektion im Handel mit dem Potential des E-Commerce verbindet. Damit wird es zukünftig möglich, Bekleidung an einem virtuellen Abbild des Kunden anzuprobieren und bei Gefallen die Maßanfertigung der ausgewählten Kleidungsstücke in die Wege zu leiten. Virtual Try-On ist eine neue Form des Bekleidungskaufs und kann im Bekleidungsfachgeschäft und zuhause per Internet genutzt werden.
    [mehr…] (URL: http://www.bmbf.de/de/1938.php)

BioFuture – Zukunft für den Wissenschaftsnachwuchs

Forschung

Nachwuchsförderung ist Zukunftsinvestition. In der Biotechnologie und ihren benachbarten Gebieten unterstützt BioFuture erfolgreich den wissenschaftlichen Nachwuchs. Acht weitere Nachwuchsforscher erhielten Ende Januar 2005 den sechste BioFuture-Preis des BMBF. 43 Preisträgerinnen und Preisträger werden mittlerweile gefördert.


Mit dem Wettbewerb BioFuture fördert die Bundesregierung exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler mit Forschungsthemen im Grenzbereich der Biotechnologie und ihren Nachbardisziplinen mit insgesamt 75 Mio. € bis zum Jahr 2010.

In dem seit 1998 laufenden Nachwuchsgruppenwettbewerb wurden in fünf Antragsrunden bereits 43 Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt. Sie arbeiten in einem Forschungsteam von bis zu sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und haben Fördermittel von bis zu 1,5 Mio. € pro Gruppe zur Verfügung. Der Wettbewerb gibt jüngeren, in der Forschung bereits erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland die Möglichkeit, mit einer eigenen Arbeitsgruppe über einen Zeitraum von fünf Jahren neue Forschungsansätze in den Biowissenschaften unabhängig zu bearbeiten, um sich wissenschaftlich weiter zu qualifizieren oder eine Projektidee für eine Unternehmensgründung zu entwickeln.

16 Nachwuchsgruppenleiterinnen und -leiter erhielten inzwischen Berufungen an deutschen oder ausländischen Universitäten. Weiterhin fanden zehn Firmengründungen mit unmittelbarem Bezug zu BioFuture-Projekten statt – jeweils unter Einschluss der Leiterin oder des Leiters der Nachwuchsgruppe in der Unternehmensführung.

Die Jury des Wettbewerbs hat im August 2004 weitere acht Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler für den 6. BioFuture-Preis vorgeschlagen. Die Zeit bis zur Preisverleihung können die Vorgeschlagenen dazu nutzen, ihre Forschungsarbeit und den Aufbau einer Nachwuchsgruppe vorzubereiten. Ende Januar 2005 wurde der Preis offiziell überreicht.

BioChance – ein Plus für junge Biotech-Unternehmen

Innovation

Aus- und Neugründungen im Biotechnologiebereich nehmen weiter zu. Mit den Schwerpunkten BioChance und BioChancePlus unterstützt das BMBF risikoreiche Entwicklungen von jungen Biotechnologie-Unternehmen. Rund 100 Mio. € stehen dafür bereit – ein wichtiger Beitrag für den Biotechnologie-Standort Deutschland.


Deutschland hat sich in den vergangenen 20 Jahren in der modernen Biotechnologie zu einem international anerkannten Wissenschaftsstandort mit einer überwiegend institutionell verankerten Wissenschafts- und Forschungsinfrastruktur entwickelt. Seit einigen Jahren gibt es zudem einen stark wachsenden Trend, das vorhandene biotechnologische Wissen in die Anwendung zu transferieren. Träger des Trends sind vor allem kleine, neugegründete, forschende Biotechnologieunternehmen, die oftmals die von den Gründern während ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit gewonnenen Ergebnisse unter Anwendungsgesichtspunkten aufgreifen.

Sie ermöglichen eine besondere Form des Wissenstransfers, die offensichtlich charakteristisch für das Entstehen einer neuen wissensbasierten Industrie- und Dienstleistungsbranche wie der modernen Biotechnologie ist. Die Forschungsergebnisse, mit denen die neuen Unternehmen starten, entstammen oftmals unmittelbar der erkenntnisorientierten Grundlagenforschung der Hochschulen und Forschungsinstitute und müssen in mehreren Jahren risikoreicher Forschung erst zur Anwendungsreife entwickelt werden, ehe eine Finanzierung der Firmen über eigene Umsätze möglich ist. In den meisten Fällen macht die Forschung den Hauptteil der anfänglichen Geschäftstätigkeit dieser Unternehmen aus.

Ungeachtet der positiven Entwicklung in den letzten Jahre sind junge Biotechnologie-Unternehmen und damit ein wesentlicher Teil der deutschen Biotech-Branche noch nicht stabil. Damit die deutsche Biotech-Branche aus der notwendigen Konsolidierung gestärkt hervorgeht, wurde 2003 der Förderschwerpunkt BioChancePlus aufgelegt. Dort stellt das BMBF 100 Mio. € Projektfördermittel zur Verfügung. Zusammen mit weiteren 150 Mio. € privatem Kapital soll die Konsolidierung der Biotech-Branche, insbesondere über die Bildung von Unternehmenskooperationen und Netzwerke, flankiert werden.

BMBF st??rkt Medikamentenforschung

30.10.2003 [Pressemitteilung 199/03]

Neues Institutsgeb??ude f??r Biophysiker des MPI in Frankfurt er??ffnet

Das Bundesministerium f??r Bildung und Forschung (BMBF) setzt weiter auf Schl??sseltechnologien. Anl??sslich der Er??ffnung eines vom BMBF mitfinanzierten Neubaus des Max-Planck-Institutes (MPI) f??r Biophysik in Frankfurt hob Staatssekret??r Wolf-Michael Catenhusen die Bedeutung der Biophysik f??r Erkenntnisse in den Lebenswissenschaften hervor. „Frankfurt wird immer st??rker zum weltweiten Zentrum f??r Medikamentenforschung“, sagte Catenhusen. Von den rund 36 Millionen Euro, die der Neubau kostet, tr??gt der Bund mehr als 10 Millionen Euro.

Das MPI f??r Biophysik hat sich in der Struktur- und Funktionsanalyse von Membranproteinen einen internationalen Ruf erworben. Diese Eiwei??e sind entscheidend f??r die Entwicklung medizinischer Wirkstoffe. Die meisten Medikamente wirken prim??r auf der Basis von Membranproteinen. Der Direktor des MPI, Professor Hartmut Michel, erhielt 1988 den Nobelpreis f??r Chemie.

Mit dem neuen Institutsgeb??ude werde die exzellente Grundlagenforschung des Max-Planck-Institutes gest??rkt und die gute Zusammenarbeit mit der Johann-Wolfgang von Goethe Universit??t Frankfurt und anderen Partnern aus Forschung und Wirtschaft in der Region weiter gef??rdert, sagte Catenhusen. Dabei lobte der Staatssekret??r vor allem die gute Nachwuchsf??rderung. In Kooperation mit dem MPI f??r Hirnforschung und der
Goethe-Universit??t werden derzeit 18 Doktoranden unterschiedlicher Nationalit??t auf dem Gebiet der Struktur- und Funktionsanalyse von Membranproteinen ausgebildet.

Das MPI f??r Biophysik wird wie alle Institute der
Max-Planck-Gesellschaft zur H??lfte vom Bund getragen. Der Bundeszuschuss betrug 2002 mehr als 12 Millionen Euro. Dar??ber hinaus finanziert das BMBF zusammen mit Partnern aus der Wirtschaft, unter anderem der Pharma-Firma Aventis, ein Forschungsprojekt zur Proteomforschung mit weiteren 2,3 Millionen Euro.

Bund f??rdert Forschung zur medizinischen Vorsorge

28.10.2003 [Pressemitteilung 198/03]

BMBF stellt sechs Millionen Euro zur Verf??gung

Der Volksmund scheint es zu wissen: Vorbeugung ist die beste Medizin. Warum und in welchem Ma??e Pr??vention hilft, die Gesundheit und Lebensqualit??t des Menschen zu verbessern, soll ein neues Forschungsprogramm des Bundesministeriums f??r Bildung und Forschung (BMBF) herausfinden. In den kommenden drei Jahren stehen sechs Millionen Euro f??r Projekte der Pr??ventions-
forschung zur Verf??gung.

Mit dem neuen F??rderschwerpunkt werden erstmals umfangreiche Daten zur Wirksamkeit von medizinischer Vorsorge zusammengetragen. So ist immer noch unklar, auf welche Art zum Beispiel Wirbels??ulengymnastik vor R??ckenproblemen sch??tzt oder Stressabbau dem Herzinfarkt vorbeugt. Ziel ist unter anderem, neue Konzepte und Instrumente gegen Zivilisationskrankheiten zu evaluieren.

Der F??rderschwerpunkt „Pr??ventionsforschung“ ist Folge des vom BMBF initiierten Futur-Prozesses. In Futur haben Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Nichtregierungsorganisationen sowie Querdenker und Nachwuchskr??fte zuk??nftige Forschungsfelder identifiziert. „Ein Leben lang gesund und vital durch Pr??vention“ war eines der vier empfohlenen Themen.
 
Weitere Informationen zur Ausschreibung des F??rderschwerpunktes „Pr??ventionsforschung“:

Deutsches Zentrum f??r Luft- und Raumfahrt (DLR)
Projekttr??ger im DLR Gesundheitsforschung
Tel.: 02 28 / 38 21-210
E-Mail: gesundheitsforschung@dlr.de
Homepage: www.pt-dlr.de

Grundlagenforschung

Forschung

Erkenntnisse über die Struktur der Materie und die grundlegenden Zusammenhänge in der Natur zu gewinnen, gehört zu den wesentlichen Bestandteilen unserer Bildung und Forschung. Dabei nimmt die naturwissenschaftliche Grundlagenforschung eine wichtige Stellung ein, denn sie ist auch Ausgangspunkt für technische Innovationen und für eine auf Nachhaltigkeit orientierte Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft.


Die Förderung der Grundlagenforschung ist in erster Linie Aufgabe der Länder. Einrichtungen und Vorhaben der wissenschaftlichen Forschung mit überregionaler Bedeutung fördern Bund und Länder gemeinsam.

Das bedeutet für die Förderung des BMBF in der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung eine Konzentration auf:

  1. Themen, die
    • großforschungsspezifisch sind,
    • überregionale, internationale oder
    • grundlegende Bedeutung haben;
  2. Großgeräte für die Forschung in
    • Physik und Astrophysik,
    • Biowissenschaften und
    • Materialforschung oder Nanotechnologie.

Der inhaltliche Schwerpunkt der BMBF-Förderung liegt bei der Physik, Astrophysik und Astronomie, sowie auf ausgewählten Forschungsthemen, bei denen besondere Großgeräte benötigt werden. Das sind:

  • Astrophysik,
  • Astroteilchenphysik,
  • Hadronen- und Kernphysik,
  • Struktur und Wechselwirkung fundamentaler Teilchen und
  • Physik der kondensierten Materie.

Eine Übersicht über die in diesen Gebieten erzielten Ergebnisse präsentiert das Internetportal www.weltderphysik.de. Dort werden neben zahlreichen Artikeln zu verschiedenen Themen auch vielfältige Informations- und Recherchemöglichkeiten im Bereich der Physik angeboten.

Die wissenschaftlichen Großgeräte sind ein wesentlicher Bestandteil der wissenschaftlichen Infrastruktur unseres Landes. Ihre Auswahl erfolgt nach einem längeren Begutachtungsprozess u. a. durch den deutschen Wissenschaftsrat, an dem auch auswärtige Experten intensiv beteiligt sind. Durch dieses Vorgehen wurde erreicht, dass die Großgeräte, über die wir verfügen, zur absoluten Spitzenklasse gehören.

Bau und Betrieb der Großgeräte erfolgt in Absprache mit der DFG sowohl durch die Großforschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft als auch durch Institute der Leibniz-Gemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft oder durch internationale Forschungsorganisationen wie CERN, ESRF, ESO und ILL.